Warum sich die Geschäftswelt der Digitalisierung öffnen muss

Warum sich die Geschäftswelt der Digitalisierung öffnen muss

Haben Sie eine Ahnung, wann die digitale Transformation Ihres Unternehmens abgeschlossen sein wird? Bislang gibt es auf diese Frage keine Antwort, denn die nächsten, wegweisenden Technologien stehen kontinuierlich in den Startlöchern und setzen damit ständig neue Impulse für die Wirtschaft. 

Ob Internet of Things, Algorithmen für maschinelles Lernen, Augmented Reality, KI oder die durchgängige Customer Journey, die digitale Entwicklung schreitet voran, mal in kleinen Schritten und dann wieder in großen Sprüngen – jedoch ohne absehbares Ende. 

Wer daher denkt, „ich führe nur ein einfaches Familienunternehmen, kenne meine Kunden und brauche diese Technologien nicht“, der überlässt in Zukunft die Wertschöpfung anderen. Glücklicherweise sind diese anderen noch (!) in der Unterzahl, wie der Digital Transformation Index (DTI) 2018 von Dell Technologies verdeutlicht.

 

Digital Transformation Index (DTI) 2018

Der Digital Transformation Index (DTI) wird von Dell Technologies in Zusammenarbeit mit Intel™ durchgeführt, um den Status quo der digitalen Transformation zu ermitteln. Er basiert auf der Selbsteinschätzung von Unternehmen zu kritischen Fragen der Digitalisierung, ihren Strategien zur IT- und Workforce-Transformation sowie geplanten Investitionen. Der Index wurde 2016 erstmals und 2018 zum zweiten Mal erhoben und resultiert aus einer weltweiten Umfrage, an welcher insgesamt 4.600 Führungskräfte in mehr als 40 Ländern teilnahmen. 

Laut des aktuellen DTI können lediglich 5 % aller weltweit befragten Unternehmen als Digital Leader eingestuft werden. 78 % der Studienteilnehmer wünschen sich zwar eine umfassende Digitalisierungsstrategie für ihr Unternehmen, aber mehr als die Hälfte (51 %) von ihnen ist der Meinung, dass sie in den nächsten Jahren Schwierigkeiten haben werden, die sich ändernden Kundenanforderungen zu erfüllen. 

Aus diesem Grund befürchtet jedes dritte befragte Unternehmen, in naher Zukunft den Anschluss an die Digitalisierung zu verpassen. Es verwundert daher kaum, dass laut des DTI 39 % der Unternehmen immer noch auf der niedrigsten Stufe des digitalen Reifegrads (Digital Laggard und Digital Follower) stehen. 

Immerhin schon 33 % der Unternehmen tasten sich inzwischen behutsam an die digitale Transformation heran (Digital Evaluators), während 23 % schon über einen ausgereiften Transformationsplan verfügen und daher als Digital Adopters eingestuft werden. 

Dabei ist die größte Herausforderung für diese Unternehmen der Perspektivenwechsel: Denn investieren Unternehmen in digitale Technologien, dann fokussieren sie sich bislang meist nur auf das bestehende Geschäft oder optimieren lediglich ihre IT. Ein Risiko, wie der Blick auf die internationale Start-up-Szene verrät.

 

Globaler Markt wird von Start-ups angetrieben

Der heutige globale Markt ist sehr wettbewerbsfähig geworden. Darin nehmen Start-ups und große Tech-Unternehmen eine Führungsrolle ein, wenn es darum geht, digitale Innovationsmöglichkeiten zu suchen und den globalen Trend zu einer Ressourcen schonenden Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) durch neue digitale Technologien voranzutreiben. 

Insbesondere Start-ups wagen den Perspektivenwechsel, indem sie bewusst die etablierten Geschäftsmodelle in Frage stellen und kreative Digitalstrategien entwickeln, die nicht als isolierte Einzelanwendungen agieren, sondern integraler Bestandteil des Unternehmenssystems sind und somit zukünftig alle Unternehmensbereiche intelligent miteinander kombinieren sollen. Stephen J. Wright, Business Transformation Partner bei 10+, bringt diese Entwicklung auf den Punkt:

 

„Entscheidend für den zukünftigen Erfolg von Unternehmen wird es sein, die Vielzahl an digitalen Technologien nicht mehr als Einzelaspekte zu sehen, sondern sie intelligent miteinander zu vernetzen, um Kernsysteme, Prozesse und Geschäftsstrategien neu zu gestalten und das AI-Potenzial im gesamten Unternehmen voll auszuschöpfen.“

 

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Customer Journey 

Galten bis vor wenigen Jahren noch Radio, Fernseher, Werbetafeln oder Plakate als bevorzugte Marketingkanäle, so setzen heute immer mehr Unternehmen auf digitale Werbung. 

Allein 2019 werden in den USA schätzungsweise 40 Millionen US-Dollar mehr für Online-Marketing ausgegeben als für die traditionelle TV-Werbung. Warum? 

Ganz einfach: Mit Social Media Marketing erreicht man exakt die gewünschten Zielgruppen und kann schon für 3 Dollar Werbebudget mehr als 1.000 potenzielle Kunden direkt ansprechen. Da zudem immer mehr Menschen mobile Endgeräte und digitale Technologien nutzen, um sich über Produkte zu informieren, wirkt sich die Digitalisierung auch auf die Customer Journey aus: Wo sich einst Marketing und Vertrieb um Neukunden und die Entwicklungsabteilung um neue Produkte gekümmert haben, da steht heute die abteilungsübergreifende und damit nahtlose Betreuung des Kunden bei seiner Reise zum Produkt.

Fazit

Vom ersten Interesse über die Beratung und die Produktpersonalisierung bis hin zum Kauf und zur Kundenbindung, die digitale Customer Journey hält eine Vielfalt von Touchpoints bereit. Wer es versteht, diese Kontaktpunkte möglichst reibungs- und barrierefrei zu gestalten, wird zufriedene Kunden erhalten. 

Dies setzt jedoch ein digitales System voraus, in welchem alle Kontaktpunkte stets auf die gleichen Daten zugreifen können und so das Wissen über die Wünsche und den Bedarf des Kunden jederzeit verfügbar gemacht wird. Wer daher Kunden in Zukunft erfolgreich erreichen und nahtlos betreuen möchte, muss sich genau dort bewegen, wo diese sich informieren und miteinander kommunizieren: im digitalen Raum.

 

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