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Wie sich Geschäftsmodelle im digitalen Zeitalter verändern

Der digitale Erfolg Ihres Unternehmens liegt nicht in der einfachen Digitalisierung etablierter Geschäftsmodelle. Vielmehr muss die Digitalstrategie integraler Bestandteil des Unternehmenssystems werden. Um hier erfolgreich zu sein, ist es jedoch notwendig, das unternehmensspezifische Digitalisierungspotenzial exakt zu identifizieren. Leichter gesagt als getan? Dann lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf eine Branche werfen, in welcher die digitale Transformation von traditionellen Geschäftsmodellen schon weit fortgeschritten ist:  

 

Digitale Transformation in der weltweiten Finanzbranche

Sie kennen das wahrscheinlich noch: Wollten Sie früher eine Überweisung tätigen, dann gingen Sie in Ihre Bank, wo ein Bankangestellter sich um Ihre Bankangelegenheiten kümmerte und Sie nur noch unterschreiben mussten. 

Heute erledigen Sie Ihre Bankgeschäfte bequem von zuhause aus oder über die mobile App Ihrer Bank. Sie sind also nicht nur zeitlich unabhängig geworden, sondern auch räumlich. 

Da Sie nun alles online erledigen können, spielt es keine Rolle mehr, ob Ihre Bank in Ihrer Nähe eine Filiale unterhält oder wann Sie Ihre Überweisungen tätigen. Es verwundert daher kaum, dass gerade die Finanz- und Versicherungsbranche international führend bei der digitalen Transformation ist.

 

Die Finanz- und Versicherungsbranche nimmt zwar international 

eine Vorreiterrolle bei der digitalen Transformation ein; hat dabei jedoch auch mit Herausforderungen zu kämpfen.

Trotz ihrer zukunftsorientierten Digitalstrategie sieht sich die Branche einem großen Druck ausgesetzt, wie eine zu Beginn des Jahres 2019 durchgeführte Studie des weltweit agierenden Business- und IT-Dienstleisters NTT DATA unter 471 Führungskräften aus den Bereichen Banken, Versicherungen, Maklergeschäft, Vermögensverwaltung und Kreditkarten & Zahlungsverkehr in den USA, GB, Deutschland, Spanien und Japan deutlich macht: 

Mehr als 80 % der Studienteilnehmer geben an, dass sie Technologie-Konzerne wie Amazon, Apple, Google oder Netflix als neue Hauptkonkurrenz wahrnehmen, da diese Plattform getriebenen Unternehmen die Erwartungshaltung der Kunden nachhaltig verändern.

85 % der befragten Unternehmen sind daher der Meinung, dass eine digitale Geschäftsplattform auch in ihrer Branche eine wesentliche Chance zur Neupositionierung des Unternehmens darstellt. Insbesondere dann, wenn sie dem Kunden nicht nur schnelle und einfache digitale Erlebnisse garantiert, sondern auch die vorhandenen Kundendaten genutzt werden können, um Services und neue Produkte optimal an den Kunden anzupassen und ihm personalisierte Angebote zu unterbreiten.

Die Studie macht deutlich: Die Mehrheit der Finanz- und Versicherungsunternehmen weltweit ist der Meinung, dass digitale Geschäftsmodelle nicht nur dazu beitragen, dem Kunden durch maßgeschneiderte Angebote einen deutlichen Mehrwert zu bieten, sondern auch seine Erwartungshaltung an eine reibungslose und barrierefreie Customer Journey nachhaltig zu erfüllen. Doch welche Erwartungen sind dies genau?

 

Was Kunden wollen

Um zu erfahren, was Kunden von Ihrem Unternehmen erwarten, müssen Sie zunächst verstehen, welche Wege Ihre Kunden auf ihrer Reise zum Produkt nutzen. Stephen J. Wright, Business Transformation Partner bei 10+, beschreibt in seinem eBook „Digitalisierung der Customer Journey“, welche Phasen der Interessent durchläuft, bevor er zum Kunden wird:

  • Identifizierung des Bedarfs (Awareness)

Der Interessent wird durch eine Online-Kampagne in den sozialen Medien auf ein Produkt aufmerksam gemacht. 

  • Suche nach Informationen (Favorability)

Auf der Suche nach weiteren Informationen zum Produkt gelangt er auf die Unternehmenshomepage, wo das Produkt umfassend in Wort, Bild und mittels Produktvideo vorgestellt wird. 

  • Bewertung von Optionen (Consideration)

Um sich zu vergewissern, ob das Produkt zu seinen Bedürfnissen passt, besucht der Interessent weitere Online-Quellen, wie Vergleichs- und Bewertungsportale, oder sucht in den sozialen Medien nach weiteren Informationen.

  • Den Kauf tätigen (Conversion)

Auf der Grundlage der gewonnen Informationen hat sich das anfängliche Interesse zum konkreten Kaufwunsch gewandelt. Der Kunde bestellt und bezahlt sein Produkt online über einen Händler oder über den Online-Shop des Unternehmens. 

  • Auswertung nach dem Kauf (Customer Relationship)

Anhand der Kundendaten bieten sich vielfältige Chancen (Einladung zur Produktbewertung, Newsletter, Coupons, Angebot nützlicher Zusatzprodukte, Kundenservice), eine Beziehung zum Kunden aufzubauen, um dessen Kundenzufriedenheit zu stärken und ihm auch noch nach dem Kauf wertvolle Mehrwerte anzubieten.

Digitale Geschäftsmodelle bieten Ihnen hier eine Vielfalt an Möglichkeiten, mit dem Kunden während seiner gesamten Customer Journey positiv in Kontakt zu treten und damit seine Erwartungen in Bezug auf möglichst vielfältige, digitale Informations- und Kaufkanäle zu erfüllen. Eine digitale Unternehmensplattform managt diese Vielfalt an Informations- und Datenflüssen erfolgreich.

 

Doch lässt sich die digitale Unternehmensplattform einfach in Ihr bestehendes Geschäftsmodell integrieren?

 

Ja und nein. Denn geht es nach den Teilnehmern der oben genannten NTT DATA Studie 2019, dann…

… planen 61 %, sich von ihren traditionellen Geschäftsmodellen zu lösen, um mit Plattform getriebenen Unternehmen wie Amazon oder Apple konkurrieren zu können. 

… wollen 52 % ihr traditionelles Full-Service-Modell beibehalten.

… möchten sich 17 % auf ihre besten Produkte konzentrieren und diese über Partner weiterverkaufen.

… ziehen 14 % der Studienteilnehmer die Entwicklung zum Marketplace, also zum Händler von Produkten anderer Dienstleister, in Erwägung. 

 

Fazit

Sie sehen also: Die Einführung von digitalen Geschäftsmodellen geht zwar nicht ohne Veränderungen einher. Doch eine digitale Business Plattform ermöglicht es auch, verschiedene Business-Modelle in einem einzigen technischen System abzubilden, ohne dass alte Kernsysteme ersetzt werden müssen.

Trotzdem fordert Sie die digitale Transformation heraus, sich bewusst zu machen, wo die Kernkompetenzen Ihres Unternehmens liegen. In der internationalen Finanz- und Versicherungsbranche wird daher auch zunehmend auf eine Konzentration auf die besten Produkte und eine Spezialisierung zum Anbieter oder Händler gesetzt.

 

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